Weitere Förderprogramme und -instrumente

Förderprogramme, Förderinstrumente und Marktopportunitäten für Landwirtinnen und Landwirte

AgrIQnet

AgrIQnet fördert innovative Gemeinschaftsprojekte (min. zwei Produzenten) zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Die Unterstützung bezieht sich auf Kosten, die während der Vorabklärung anfallen (z.B. Erarbeitung Businessplan, Machbarkeitsstudien usw.)  oder auch Kosten, die während der Entwicklungs- oder Reaslisierungsphase anfallen (z.B. Marketing, IT-Systeme etc.). Infrastrukturkosten, Produktentwicklungskosten oder Verwaltungskosten der Trägerschaft sowie Beiträge an Dritte können nicht angerechnet werden.

 

Energieberatung

In den Kantonen Aargau und St. Gallen wird eine vergünstige oder kostenlose kantonale Energieberatung für Landwirtschaftsbetriebe angeboten.

 

Klimafreundliche Stickstoffdüngung

Lachgasemissionen aus der Stickstoffumsetzung im Boden sind neben den Methanemissionen von Wiederkäuern die zweitwichtigste Quelle von Treibhausgasen in der Schweizer Landwirtschaft. Das Lachgas entsteht nach dem Düngen als Nebenprodukt der bakteriellen Umwandlung des Stickstoffs von seiner Ammonium- in die Nitratform (sogenannte Nitrifikation), sowie beim gegenläufigen Prozess der Denitrifikation. Rund zwei Drittel der Lachgasemissionen entweichen so direkt aus landwirtschaftlichen Böden. Der Rest resultiert indirekt aus Stickstoff, der als Ammoniak und Nitrat verloren geht.

Mit Hilfe von modernen Zusatzstoffen (Nitrifikationshemmer) wird der Stickstoff in Form on Ammonium im Dünger stabilisiert, wodruch sich die Lachgasemissionen stark vermindern. Die Organisation First Climate hat ein Förderprogramm entwickelt, damit diese klimafreundlichen Dünger für Landwirte günstiger angeboten werden können. Die Beiträge dafür stammen aus dem Kauf von Bescheinigungen durch die Stiftung KliK (Klimaschutz und CO2-Kompensation).

  

Klimastiftung Schweiz

Die Klimastiftung Schweiz fördert Projekte im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz von kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) bis 250 Mitarbeiter - auch Landwirtschaftsbetriebe. 

Beispielprojekte

  

Mobile Pelletheizungen für die Heutrocknung

Um eine gute Heuqualität sicherzustellen und das Wetterrisiko der Bodentrocknung zu reduzieren, kann Heu im Lager mit Warmluft getrocknet werden. Einen verbreiteten Einsatz haben Unterdachsonnenkollektoren, die jedoch auf eine Besonnung des Stalldaches unmittelbar nach der Ernte angewiesen sind. Deshalb kommen oft bei ungünstigen Bedingungen (Herbst, Regen) mobile Warmluftöfen (Heizöl, Schnitzel) in den Einsatz.

Mobile Pelletheizungen sind verglichen mit der Verwendung von Heizöl nicht nur umweltfreundlicher, mit der Förderung durch die Stiftung KliK (Klimaschutz und CO2-Kompensation) kann sich auch ein wirtschaftlicher Vorteil ergeben, da die Heizungen dadurch günstiger angeboten werden können.

Heutrocknung Quelle Suter Entfeuchtungstechnik AG

Beispiel Mobile Heutrocknung (Quelle: Suter Entfeuchtungstechnik AG)

Schweizer Berghilfe

Die Schweizer Berghilfe unterstützt nachhaltige und innovative Projekte mit dem Ziel die Lebensbedingungen im Schweizer Berggebiet zu verbessern. Es konnten bereits verschiedene landwirtschaftliche Projekte im Bereich Energie durch die finanzielle Unterstützung der Schweizer Berghilfe realisiert werden.

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